Fruchtmus in Quetschbeuteln ist bei Kindern beliebt und wird von Eltern gern gegeben – im Glauben, dem Nachwuchs damit etwas Gutes zu tun. Die Deutsche Gesellschaft für Kinderzahnheilkunde sieht den Genuss von Obstpüree aus dem Beutel allerdings mit Sorge: Bei der Aufnahme des Breis werden vor allem die Frontzähne im Oberkiefer mit der gleichzeitig zuckerhaltigen und sauren Masse umspült. Das fördert den Zahnschmelzabbau und Karies. Zudem ist es wichtig, dass Kinder bereits in jungen Jahren das Kauen üben. Denn eine gut ausgebildete Kaumuskulatur ist eine wichtige Voraussetzung für das Sprechenlernen. Die Warnung gilt übrigens auch für Erwachsene: Smoothies können den gleichen Schaden anrichten.

 

Rund 20 Prozent der Frauen putzen ihre Zähne dreimal am Tag oder häufiger. So viel Enthusiasmus bei der Zahnpflege haben nur 12 Prozent der Männer. Zu dem Ergebnis kommt eine aktuelle Umfrage des Marktforschungsinstituts YouGov. Demnach greift fast ein Viertel der Männer lediglich einmal täglich zur Zahnbürste, so nachlässig sind nur 15 Prozent der Frauen. Sie gehen mit 40 Prozent zudem häufiger zur professionellen Zahnreinigung als Männer, von denen 30 Prozent sich regelmäßig die Zähne fachgerecht säubern lassen. Keinen Unterschied gibt es bei der Mundspülung: sowohl die Hälfte der Frauen als auch die Hälfte der Männer nutzt eine.

 

Nach mehr als 30 Jahren hat das US-amerikanische Gesundheitsministerium aus seinen Leitlinien die Empfehlung gestrichen, täglich Zahnseide zu nutzen. Es sei nicht hinreichend bewiesen, dass der Faden zwischen den Zähnen dabei helfe, Karies zu verhindern. Dem widersprechen Zahnärzte rund um den Globus mit ihrer Erfahrung: Bei richtiger Anwendung zeige die Zahnseide tatsächlich vorbeugende Effekte, wenn auch nicht unbedingt bei Karies. Die US-Experten räumen ebenfalls ein, dass Zahnfleischentzündungen und -blutungen bei fachgerechter Nutzung minimiert werden können. Auch wenn sie die Wirkung der Zahnseide als ariesprophylaxe infrage stellen, raten sie dazu, die Zahnzwischenräume täglich zu reinigen – am besten mit Interdentalbürsten.

 

Zahnersatz kann mit der digitalen 3-D-Drucktechnologie passgenau hergestellt werden. Dafür werden zunächst Kiefer und Zähne digital vermessen. Die Daten werden an eine Software geschickt, die millimetergenau berechnet, wie die Krone oder die Brücke aussehen muss, damit sie perfekt sitzt. Die Informationen werden an den 3-D-Drucker gegeben, der innerhalb weniger Minuten den 
Zahnersatz entstehen lässt.

 

Etwa jedes zehnte Kind im Alter bis zu drei Jahren ist in Deutschland von Milchzahnkaries betroffen. Wird diese Erkrankung zu spät entdeckt und behandelt, kann das zu erheblichen Folgeschäden für das bleibende Gebiss führen. Seit Juli dieses Jahres wird daher die zahnärztliche Vorsorge für Kinder bis zum 6. Lebensjahr stärker gefördert. Im Kinderuntersuchungsheft, dem sogenannten „Gelben Heft“ finden sich ab sofort sechs Verweise vom Kinderarzt zum Zahnarzt in Form von Ankreuzfeldern. Der Zahnarzt soll mögliche Auffälligkeiten im Wachstum von Kiefer, Zähnen und Schleimhaut abklären und Früherkennungsuntersuchungen vornehmen.